Artikel-Schlagworte: „Superdemokraticos“

Das Jahr des Blogs

Donnerstag, 13. September 2012


Auf der sich selbst “größte Bloggerkonferenz der Welt” nennenden Berliner re:publica rief der Autor und Netzexperte Sascha Lobo im Mai das Jahr 2012 zum Jahr der Blogs aus. Er sagte:

Nur ein Blog gehört wirklich dir im Internet, alles andere ist nur geborgt.

Daher: Wer noch kein Blog hat, der braucht doch eines sehr. Zusammen mit meinem Kollegen Viktor Nübel, mit dem ich seit Jahren in der Umsetzung für große Blogs wie Theatertreffen-Blog oder Superdemokraticos, zusammenarbeite, biete ich einen Workshop an, der in zwei Tagen zur eigenen Seite führt und Grundkenntnisse in der freien Software WordPress vermittelt. Weitere Infos auf (meiner alten) Blogmacherei-Seite. Sie ist jetzt, unter einem neuen schönen Firmenschild aus Viktors Designwerkstatt, unser Workshop-Flyer.

PS: Wer ein Blog-Konzept, ein Blogger-Team oder ein Blogberichterstattung zu einer Veranstaltung braucht, kann sich, wie eh und je, gerne an mich wenden.

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Superdemokratisches Ebook

Donnerstag, 1. Dezember 2011

LSD in Guadalajara, Mexiko. Hinter dem Banner: Carlos Velazquez, Rery Maldonado und ich. Foto: Swantje Lichtenstein

Pünktlich zur Superdemokraticos-Präsentation im Rahmen des deutschen Gastlandauftrittes auf der mexikanischen Buchmesse in Guadalajara gibt es unsere Best-of-Kollektion als spanischsprachiges Ebook zum Gratis-Download. Wer das Buch auf Deutsch lesen möchte, bekommt es über den Verbrecher Verlag.

Wer lieber wild liest, dem sei das Original-Blog ans Herz und auf die Maustaste gelegt, mehr als 400 zweisprachige Essays von über 50 deutschen und lateinamerikanischen Autorinnen und Autoren, darunter Nora Bossong, Ann Cotten, René Hamann, Monika Rinck, Sabine Scho, Jo Schneider oder Deniz Utlu. (Nachtrag: Bis September 2012 wurde das Buch 162mal heruntergeladen).

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Frühjahrsrundschau

Freitag, 4. März 2011

Superdemokraticos Orange CoverMein Frühling ist einer mit vielen Seiten. Ja, gedruckte Seiten. Es erscheint das Superdemokraticos-Buch, das Rery Maldonado und ich zusammen herausgeben, im Verbrecher Verlag, worauf wir unglaublich stolz sind: Kurzessays von 26 Autorinnen und Autoren aus Deutschland und Lateinamerika und dazu auf mehr als 20 Seiten das ultimative superdemokratische Glossar von “Aktivismus, einsamer” bis “Zungen”, Wörter, die die superdemokratischen Autoren zur Beschreibung unserer super-vernetzen Realität benutzen und definieren. Wir sind überzeugte Anhängerinnen von literarischem Aktivismus, die Idee dahinter veröffentlichen wir bald auf unserem Blog. Alle Hippies von Berlin laden wir herzlich zu unserer Buchpremiere in die Verbrecher-Versammlung im Monarch, am 26. April, 20.30 Uhr ein, zur LSD-Party. Wer psychedelisch gekleidet kommt, erhält freien Eintritt. Nach der bewusstseinserweiternden Lesung gibts psychedelische Musik von den DJs Koalblao und Patx. Vorher stellen wir uns der Leipziger Öffentlichkeit vor: Wir lesen am 17. März von 11-12 Uhr auf der Leseinsel der Jungen Verlage, Buchmesse.

Konfliktkulturen Cover

Damit nicht genug, denn noch ein Manuskript erblickt bald das Licht der Regale: Ich habe, unterstützt von René Hamann, einen Essayband redaktionell geplant und lektoriert, der im April im Steidl Verlag erscheint, herausgeben vom Goethe-Institut und dem Institut für Auslandsbeziehungen. Die Buchpremiere zu den “Konfliktkulturen” findet am 12. April in der ifa-Galerie, Linienstr. 139, Berlin statt. Ich moderiere das Gespräch zwischen zwei Autoren des Buches, der Choreographin Helena Waldmann und dem Autoren Hamed Abdel-Samad, sowie dem Generalsekretär des ifa, Ronald Grätz und Christoph Bartmann, Leiter der Abteilung “Kultur und Information” im Goethe-Institut. Der zweite Band ist bereits in Planung, er erscheint im Herbst, auch bei Steidl.

Auch journalistisch hab ich mich ein wenig betätigt: Ich habe den jungen Deutsch-Ägypter Ramy Mostafa porträtiert, der mir bei den Berliner Demonstrationen zur Solidarität mit den ägyptischen Protesten auffiel, im Freitag und auf Superdemokraticos. Und wer lieber Lyrik mag: In der Neuen Rundschau 4/2010 erschienen meine Übersetzungen eines Gedichtzyklus der argentinischen Autorin Cecilia Pavón “Ein Gedicht mit 27 Namen”, einige meiner neuen Gedichte sind im Poet Nr. 10 zu lesen.

Jetzt aber Schluss mit dem Werbeblock. Aktuelle Leseempfehlungen: Herfried Münkler über “Nachbarschaft, Freundschaft, Partnerschaft” im Merkur. Und natürlich Tschick, der großartige Road-Roman von Wolfgang Herrndorf, im Interview erklärt der Autor seine lässigen Formatwechsel (mal Jugendroman, mal Thriller, mal Science Fiction) in der FAZ.

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Schmücke deine sterbende Hülle

Sonntag, 15. August 2010

Fühlen, Denken: Zeichnung von René Descartes (Wikicommons).

Ein weiteres Editorial für Los Superdemokraticos, diesmal über die Frage, wie Geist und Körper heute zueinanderstehen…

Neulich saß ich in einem Straßencafé und neben mir unterhielten sich vier Mädchen, Mitte 20, über Männer und Tattoos. Die eine hatte gerade einen Typen kennengelernt, der ein Zeichen auf der rechten Brust trug. „Da“, rief sie, und schlug mit der flachen Hand auf ihre Brust, „das ist der beste Platz für ein Tattoo!“ „Ja“, riefen die anderen, „das ist der beste Platz.“ Ich hatte bisher nicht viel über Tattoos nachgedacht. Vor zehn Jahren wünschte ich mir einen schwarzen Stern. Aber dann lernte ich einen Mann kennen, der exakt dieses Zeichen aus meinem Traum auf dem Oberarm trug und ich verliebte mich. In den Mann oder in das Tattoo? In den Körper oder in den Geist, der sich das ausgedacht hat? Und war das überhaupt zu trennen? (weiterlesen …)

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Beziehungsweise Geräte

Sonntag, 15. August 2010

Im Juli schreiben die 20 Autorinnen und Autoren auf Los Superdemokraticos über Intimität, Geschlecht und Körper. Und sehr oft geht es um unsere Beziehung zu Geräten:

Da liegt etwas neben mir und blinkt, als ob es atmet. Manchmal nehme ich es auf den Schoß, dann wird mir ganz warm. Ich spreche hier nicht von einem Fahrradlichtdildo oder einer Katze mit blitzenden Augen, nein, ich spreche von einem Gerät. Habe ich ein Verhältnis mit meinem Computer? Was für eines ist das? Hat er sich in eine herzförmige Box verwandelt, die meine Gefühle kontrolliert? (weiterlesen …)

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Tag Null

Samstag, 12. Juni 2010

Gestern war WM-Start, der bisher heißeste Tag im Jahr und Tag Null in der superdemokratischen Zeitrechnung!

Denn gestern haben wir mit einer Party den Start von Los Superdemokraticos gefeiert, unserer literarischen Partei für intellektuelles Fairtrade. Vier Monate, bis 11. Oktober, läuft nun unsere zweisprachige literarische Kampagne mit 20 lateinamerikanischen und deutschen Autorinnen und Autoren in zwölf Ländern. Sie werden auf einem Blog darüber schreiben, wie sich Politik, Liebe, Arbeit und die Menschen in dem Land verändern, in dem sie leben”, wie es der Freitag, unser Medienpartner, so simpel wie anschaulich zusammengefasst hat.

Unsere real-life-Kampagne sieht so aus: Wir haben alle unsre Gäste, Freunde und die Bands el mató a un policía motorizado (Buenos Aires) und Sudaca Power (Berlin) mit Aufklebern markiert, ein Banner ins Acud gehängt und uns selbst als Werbeträger benutzt. Als ich das T-Shirt in einem Kreuzberger Copyshop bedrucken ließ, kam eine englischsprachige Frau in den Laden. Der Besitzer sagte zu ihr: “When you want to live here, you either have to learn German or Turkish.” Und dann presste er die Logos auf den Stoff.

Niko superdemokratisch

Wer diese T-Shirts gut findet...

Rery superdemokratisch

... kann sie bei uns bestellen!

Mich hat diese kleine Integrations-belehrung amüsiert, denn genau darum geht es ja auch uns, auf dem Blog: Wir wollen lesen, wie sich Autoren verorten, wie sie Fremdheit ertragen oder daraus schöpferisch tätig werden, wie sie sich als denkende, kreative Menschen selbst behaupten und damit viel über die Möglichkeiten von Dialog in ihrem Land erzählen. Bei unserem ersten Sommersalon (es folgen noch drei!), haben wir natürlich auch viel gequatscht, schließlich war der erste Arbeitstitel der Seite “Charlamos”/Lass uns quatschen. Wir quatschten also mit argentinischen Musikern über Jack Kerouacs “The Dharma Bums” und deutsches Bier, dachten über die Kürzungen in deutschen Finanzhaushalten nach, betrachteten eine merkwürdige Kaktuslampe, diskutierten mit Autoren über Rechtschreibfehler, die angemessene Vergütung von schriftstellerischer Arbeit und selbstorganisierte Demokratie – und planten bereits eine Abschluss-Konferenz in Buenos Aires. Alles ist möglich!

Den ersten Pingback gibts auch schon: Das cibera-Blog, eine Online-Fachbibliothek zu Spanien, Portugal und Lateinamerika, hat uns in einem tollen, dreidimensionalen Screenshot präsentiert.

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Liste

Sonntag, 16. Mai 2010

Das sind die Superdemokraten: (weiterlesen …)

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Die Superdemokraten

Sonntag, 16. Mai 2010

Eigentlich habe ich mich nie so doll für Südamerika interessiert. Ja, ich gebe es zu. Ich fand dieses linke Idealisierung eines gesamten Kontinents auf Che-T-Shirts, die bunten Strickbeutel mit Lama-Motiven, die folkloristische Panflötenmusik sehr anstrengend.

LosSuperdemokraticos_Logo_sw

Zum Glück denken meine Freunde anders, denn ich lernte die südamerikanische Kultur über meine Freunde in Berlin kennen, mit ihnen lernte ich Mate trinken, Cumbia tanzen, unpünktlich zu sein und sogar Spanisch: Danke an euch alle, Ed, Rery, Timo, Soffi!  (weiterlesen …)

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