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Wenn Technik mitmacht

Sonntag, 11. Oktober 2009

Dafür, dass mir diese Woche einige Technikausfälle beschert hat (Computer mit Tee geflutet, Fahrradschlüssel verloren, iphone-Absturz), hat sie mir doch auch einige Technikeinsichten ermöglicht:

- Der junge Mann, der meine Daten rettete, sagte, dass 80 Prozent aller Notebook-Tode durch Flüssigkeiten herbeigeführt werden. Tipp: Wenn ein Gerät nass geworden ist, sofort ausstellen und so hinlegen, dass das Wasser fließen kann. Vielleicht trocknet alles schnell, nichts oxidiert, Computer bleibt heil.

- Ich weiß jetzt, was die Zentrifugalschleuder des Goldschmieds mit der Uraufführungsspirale zu tun hat (Quelle: Moritz Rinkes Rede, nachzulesen auf nachtkritik)

- Konferenz-Twitter macht Spaß, aber das wissen noch zu wenige. Daher sei hier mal auf zwei Hashtags des Wochenendes hingewiesen: unter #rostov09 finden sich Tweets über die n-ost-Medienkonferenz in Rostow am Don, unter #schleudergang09 lesen sich Eindrücke einer Handvoll Schreiber während des Symposiums Schleudergang Neue Dramatik, wo über die sinnvolle Förderung neuer deutschsprachiger Theatertexte nachgedacht wurde. Anderes Fazit: Theaterleute interessieren sich nicht für Twitter, Twitterer interessieren sich nicht für Theater. Noch nicht, würde ich da mal optimistisch behaupten.

- Die Zentrale Intelligenz Agentur schreibt jetzt als Agentur ein Stück fürs Theater Mannheim, das nach Erfolgsregeln, mit Schwarmintelligenz und Markenstrategien entwickelt wird. Der Projektleiter Sebastian Sooth sammelt die Pitch-Ideen.

- Die nördlichen Gärten sind live schön laut! Das Weserrakete-Festival gefällt mir als Bremerin daher nicht nur aufgrund seines Namens.

- Im Ein-Euro-Sandwich-Imbiss “Al Andalus” auf der Sonnenallee hängt die kopierte anonyme arabische Weisheit, aus der ich nur einen Teil zitiere: “Wenn ein Tag gegen dich ist, sei geduldig. Wenn ein Tag für dich ist, sei nicht hochnäsig.” Mit Geduld geht jetzt mein iphone wieder, und mit Geduld stellte ich fest, dass mein verloren geglaubter Fahrradschlüssel noch im Schloss steckte – und niemand auf die Idee gekommen war, mein Rad mitzunehmen. Neukölln ist einfach ein grundehrliches Pflaster.

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