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Das erste praktische Jahr

Donnerstag, 31. Dezember 2009
Filmheft La dolce vita_klein

War das ein süßes Jahr? Wenn nicht, wird das nächste wunderbar. (Fotomotiv: Filmheft-Coveraus der Sammlung Friedrich, Bremen).

Vor einigen Jahren fing ich an, Jahreswechsel mit einer Art Motto für die kommenden 365 Tage zu schmücken. Es gab das Jahr des Kitsches (nach dem Millennium große Gefühle zelebrieren) und zuletzt das Jahr der Harmonie – das dann natürlich nicht wirklich harmonisch war, bis auf die Tatsache, dass ich mir schlichtes weißes Geschirr gekauft habe, was zumindest für Farbharmonie sorgt. Dieses Jahr sollte Mein praktisches Jahr werden und ich wollte endlich drei Dinge lernen: Drucken, Gärtnern, Nähen. Zu oft überkam mich nämlich das Gefühl, nichts anderes zu können außer reden, lesen, schreiben – Reihenfolge unerheblich. Daher ist nun die Zeit gekommen, ein Fazit zu ziehen, einen Schluss-Stich, auf dass 2009 in sich zusammensackt. Was war so praktisch an diesem Jahr? Was bleibt? Hat es seinem Namen alle Ehre machen könnten? Meine persönlichen Praxis-Top-10 könnten darauf eine Antwort sein. Hier sind die Dinge, die ich jetzt kann, die ich vorher nicht konnte.

1. Drucken! Danke an Hugo Hoffmann und an alle Workshop-Beteiligten Alejandra del Rio, Bärbel Krenz, Edmundo Bejarano, Rery Maldonado, Ron Winkler, Tom Bresemann. (Auch mein zweiter Lyrikband wurde gedruckt, aber on demand).
2. Powerpoint-Präsentation. Mein Germanistik-Studium verlangte mir nur Handzettel ab, jetzt bin ich im Heute angekommen.
3. Mit dem Rauchen aufhören. (Hier muss ich den Rauchern danken, denn ohne euch Raucher, die ihr mir in der Endphase keine Zigaretten gegeben habt, wäre es nicht möglich gewesen!)
4. Plugins installieren – ok, das ist nicht so schwierig, aber ich kanns jetzt, Danke fürs Abgeben, Viktor!
5. Audioslideshows erstellen (archivieren ist dagegen schwieriger)
6. Zierkürbissuppe kochen – nicht zu empfehlen, schmeckt nicht, riecht aber gut.
7. Auf Spanisch für Facebook schlechte Gedichtzusammenfassungen schreiben (Danke, Festival de Poesia Rosario, Argentina)
8. Shoppingberaterin sein (war wirklich nie meine Lieblingsbeschäftigung, aber führte zu großen Erfolgen bei Mutti, Sista und Freundinnen)
9. Bloggen mit Technik (iphone und Flip, thanks to European Journalism Centre), da ist auch noch mehr drin…, oder, Andreas?
10. drei Tocotronic-Songs auf Gitarre (Steigerung zu 2008: 200%). Noch besser war eigentlich die spontane nächtliche Folk-Stunde mit Bruce-Springsteen-Klassikern im Trio mit Schneider & Oberländer, was aber so unwiederholbar ist, so einmalig, dass ich es eigentlich nicht als Praxis-Erfahrung aufführen kann; stattdessen vielleicht das Kammermusizieren mit den Herren Kallmeyer, Darius und Jochen).

Natürlich war die praktischste Entscheidung in diesem Jahr, diese Blogmacherei zu gründen. Ich wünsche ihr daher ein gutes nächstes Jahr und freue mich auf alle Kooperationen, Herausforderungen und Partnerschaften! Wer für 2010 passende Motti-Vorschläge hat, darf sie mir gerne zukommen lassen. Ich denke, es wird Das Jahr der Bewegung. Mehr Sport ist die Devise. Mehr Sport in der Natur. Sozusagen das zweite praktische Jahr. Kommt alle gut rein! Glück auf!

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Langsam schreiben

Donnerstag, 5. November 2009
Halbes Gedicht

Ein halbes Gedicht.

Ich brauchte gestern etwa drei Stunden, um drei Sätze druckfertig zu machen. Diesen Text dagegen habe ich in drei Minuten geschrieben, bebildert und hochgeladen. Dann korrigiert. Wohin führt das schnelle Schreiben auf der Tastatur? Zum schnelleren Denken? Oder wäre es besser, jedes Wort einzeln zu betrachten, wie beim Setzen, dann die Zeile, den Kontext, den Zusammenhang nachzuvollziehen, statt tippend über die Texte zu fegen? Und ginge das überhaupt, am Computer, der uns ja jeden Satz als fertig gesetzt präsentiert?

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