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Maschinen verstehen

Sonntag, 18. Oktober 2009
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SMS als Gipsplatte - oder Grabstein? Bodenskulptur der koreanischen Künstlerin Youngjoo Cho

Frauen und Technik! Ein Großteil der 15 internationalen Künstlerinnen, deren Werke noch bis 29. November in Berlin im Kunstraum Bethanien in der Ausstellung Spendid Isolation zu sehen sind, setzen sich damit auseinander, wie Maschinen sich in unser Leben einmischen. Jana Debrodts Holzbox verwandelt Lärm in Energie, der Verkehr an der AVUS brachte sogar eine Lampe zum Leuchten. Larissa Fassler (Kanada) misst anhand ihrer Körpermaße öffentlichen Raum aus und verweigert sich somit den Messgeräten (3 Schritte entsprechen 1 cm in ihren Pappmodellen, etwa vom Kotti), Marte Kiessling stickt mit Leuchtdioden Nachrichten an die Wand: “I don’t want to be an artist, I want to be happy.” Youngjoo Cho faxte staatliche Unterschriften ihres koreanischen Passes in 600-facher Vergrößerung Seite für Seite in den Ausstellungsraum und hängte die Einzelteile an der Wand zusammen, und Yuka Oyama (Japan) bat arbeitende Menschen, ihre kleine Helden, Hilfen oder Versuchungen des Alltags zu zeichnen und in Figuren zu verwandeln: Post-its mit Beinen, Schokolade mit Ärmchen. Frauen stellen eben immer Beziehungen her, sie sind wahre Maschinen-Versteher.

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