Archiv für die Kategorie „Technik“

Zwei Gratistage

Sonntag, 14. Oktober 2012

Interessiert vielleicht nicht jeden, aber für alle, die auch selbst publizieren wollen, hier mein zahlenlastiger, prosaischer Bericht von Tag 2 des kostenlosen Ebookverkaufs auf Amazon: 328 heruntergeladene Exemplare, drei Leserrezensionen, davon zwei von mir unbekannten Leuten, die beide eine Fortsetzung wollen. Platz 70 in den Top 100 “kostenfrei im Kindle Shop”, Platz 34 in der kostenlos-Rubrik “Belletristik”, Platz 9 bei “Humor” und nicht zu finden bei “Kurzgeschichten und Anthologien”. Wahrscheinlich wird die Platzierung nicht nur über die Gesamtsumme der Exemplare berechnet, sondern über einen Steigerungsquotienten. Wenn ich von 0 auf 101 Exemplare (am ersten Gratistag) steige, ist das eine extremere Steigerung als von 101 auf 328. Daher bin ich in der Humor-Rubrik wieder gesunken.

Nachdem meine Gratis-Aktion beendet war, habe ich zwei weitere Bücher verkauft, bin auf Rang 19.331 im Amazon Kindle Store gerutscht. Und habe auf der Frankfurter Buchmesse gleich am kindle direct publishing-Stand in Halle 8.0 nachgefragt, was ich denn jetzt so tun kann. Atif Ratiq, General Manager, war sehr freundlich und auch amerikanisch-begeistert “oh, that’s great, Nikola”, aber so richtig konnte er mir nicht helfen.

- Ich brauche einen Algorhythmus, der den Erfolg der Gratisaktion irgendwie zumindest einen Tag auf die Verkaufsversion umrechnet. Sonst bringt es mir nichts, etwas zu verschenken

- Ich brauche eine Funktion, die alle diejenigen, die das Buch gratis heruntergeladen haben, darüber informiert, dass ich eine Fortsetzung geschrieben habe (falls ich das tue)

Atif Ratiq meinte, beides käme bald, aber ein genaues Datum könnte er nicht sagen. Ich fragte: “In diesem Jahr oder im nächsten?” “Wahrscheinlich in diesem.” Na, bitte. Schaun wir mal. Bis dahin probiere ich auch andere Selfpublishingplattformen aus.

Nachtrag: Habe gerade unter den für den Virenschleuderpreis eingereichten Marketingkampagnen im Literaturbetrieb folgende Gratis-Aktion-Berichterstattung gefunden. Tina Folsom hat den Verkauf ihrer Vampirromane durch das Angebot eines kostenlosen Serienteils ziemlich gesteigert.

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Die Selbstverleger: ein Sachtext

Donnerstag, 27. September 2012

Die Verlagswelt wirkte auf ihn wie ein exklusiver Club, von dem er schon viel gehört habe. Die Türsteher aber ließen nur sehr selten jemanden nach völlig undurchschaubaren Kriterien hinein. Man selbst warte und warte, bis man eines Tages die Hintertür entdecke. Die unbewacht sei. Dies sei die Tür des Selfpublishings.

So kurzweilig unprätenziös kann wohl nur ein US-amerikanischer Autor von seinem Scheitern am klassischen Literaturbetrieb seines Landes erzählen, und zwar auf der Londoner Konferenz “Writing in a digital age“, organisiert von der Literary Consultancy. Rob Kroese hat mehrere “witzig-apokalyptische” Romane, in denen es “um Engel geht, aber auch um Explosionen”, im Selbstverlag veröffentlicht, zunächst gedruckt, dann aber digital über Amazon. Sie verkauften sich recht gut, u.a. weil Kroese den Preis sukzessiv um einen Dollar herabsenkte und weil er bereits gut mit Humor-Blogs vernetzt war (er hatte eine Art Humor-Blog-Liste im Netz angelegt, denen er sein Buch zur Besprechung anbot). Nun hat ihn der Amazon Verlag – ja, Amazon hat jetzt auch einen eigenen Verlag – unter Vertrag genommen.

Damit ist Kroese einer von vielen Selfpublishing-Stars im englisch-amerikanischen Bereich, von den deutschen Erfolgsautoren etwa Matthias Matting, Jonas Winner (100.000 Exemplare in einem knappen Jahr), Michael Linnemann, Emily Boyd, die Petra Cronenberg auf Leander Wattigs Blog erwähnt, habe ich selbst noch nichts gelesen, was aber nichts heißen soll.

Um einen eigenen Eindruck zu bekommen, was die deutschsprachigen Leserinnen und Leser elektronisch kaufen, habe ich die Amazon Kindle Charts aufgerufen, die netterweise in kostenlose und zu bezahlende Ware unterteilt ist. (Stellen Sie sich vor, in einem Buchladen stünden kostenlose Bücher neben zu verkaufenden). Was heißt das: Der digitale Leser wird durch kostenlose Bücher gelockt, damit er wieder und wieder die Shopseite besucht und irgendwann von der kostenlosen auf die kostenpflichtige Seite wechselt. Im Unterschied zu den Bestsellerlisten in Büchermagazinen gibt Amazon allerdings die Verlage, in denen die Bücher erschienen sind, nicht an. Auch sind auf den kleinen Vorschaubildern der Cover die jeweiligen Verlagslogos nicht zu erkennen. Daraus lässt sich schließen: Wer von hier einen Titel in seinen Warenkorb schiebt, schiebt, weil er den Titel, den Preis, eventuell auch das Coverbild attraktiv findet: “Fleisch und Blut: Thriller” (Daniel Dersch), 120 Tage in den Top 100, 2,69 Euro, also ein Fall für Krimi-Leser. Wie bei den Kitsch-Romanen, etwa “Plötzlich verliebt” (Petra Röder), 36 Tage in den Top 100, für 2,99 Euro, ist die Ansprache und die Ansage klar und deutlich. Häufig taucht das Genre auch als Teil des Titels auf.

Ein auffällig anderer Verkaufsschlager in den derzeitigen Charts sind die Grimms Märchen, die der Nullpapier Verlag seit 2011 digitalisiert anbietet. Für 0,99 Cent. Sie befinden sich schon seit 455 Tagen in den Top 100. Aufbereitete, günstige Klassiker finden also ebenfalls ihren Markt. Das Buch enthält die Märchen in dialektaler und hochdeutscher Version, sowie Illustrationen. Allerdings setzt der ein-Mann-Verlag auf billig: Etwa zwanzig Klassiker hat Jürgen Schulze, seines Zeichens “einziger Angestellter, Lektor, Graphiker, Programmierer, Rechtsbeistand und Chef” bereits in seiner 0,99-Cent-Edition im Angebot. Er will, das ist deutlich, Geld mit rechtefreien Texten und alten, bereits lizenzfreien Übersetzungen machen, die sicherlich auch mit ein wenig Recherche kostenlos in der Gutenberg-Bibliothek digital zu finden sind. Kommentierte Klassiker-Editionen, gut editiert, nur ein wenig teurer, könnten ihm da Konkurrenz machen.

Ich bin sehr gespannt, was auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zum Selfpublishing zu finden und zu hören ist. Zum Thema Ebook werden mehr als 280 Veranstaltungen angeboten, das ist schon einiges. Davon wiederholen sich allerdings einige immer wieder, etwa die einstündige Werbeveranstaltung für den deutschen Ebook-Dienst epubli der Holtzbrinck Gruppe, der einen kostenlosen Ebuchservice anbietet. Nicola Morgan, Dozentin für “Publishing Studies” an der Kingston University London und Autorin des “Selfpublishing Guides” (hier ein Interview mit Tipps), hatte bereits auf der diesjährigen Buchmesse in New York beobachtet, wie das Selbstpublizieren an Fahrt aufnimmt:

Was würden Sie gerne lesen? “Verknallt in den Wirt: Provinzroman”, “Schuß in den Bauch: Krimi”, “Himmel und Hölle: Psychothriller”, “Belohnung Brautstrauß: beste Unterhaltung vor der Ehe”, ad libitum. Knaller-Ebook-Titel machen ist nicht schwer, gute Bücher dagegen sehr.

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Die nächste Literatur

Dienstag, 18. September 2012

Da hat die Kulturstiftung des Bundes mal wieder den richtigen Riecher: Sie fördert den Thinktank Litflow mit Experten, Innovationen und Austausch zur “nächsten Literatur”, so das einprägsame Schlagwort der Veranstalter Guido Graf, Thomas Klupp und Stephan Porombka. Auf dem Konferenzblog, das sich ganz literarisch “Magazin” nennt, wird seit Anfang August in die Zukunft geschaut und geschrieben: Guido Graf weiß schon, wie die Rezensionen der nächsten Literatur aussehen, Karl Wolfgang Flender gibt anhand des netzgegenwärtigen US-amerikanischen Dichters Steve Roggenbuck neun Hinweise für die nächsten Autoren, Stephan Porombka antwortet auf die Thriller-Autorin Zoë Beck und erläutert die Veränderungen, die auf Verlage und Autoren zukommen.

Ich habe da mal ganz monumental meine Recherchen zum Ebook reinfließen lassen dürfen: Sind wir bald alle auf E?

Der Thinktank ist übrigens öffentlich, er findet am 28. und 29. September im Theaterdiscounter in Berlin statt. Anmeldeadresse etc. gibts hier.

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Mein Weg zum Epublesen

Montag, 30. April 2012

Es begann vor etwa drei Jahren an dem Tag, an dem ich ein iphone geschenkt bekam, als Preis beim European Blogging Competition des European Journalism Centre für meine Beiträge.  Auf einmal hatte ich da einen kleinen Computer in der Hand, der mich ins Netz einloggen konnte, wenn irgendwo W-Lan vorhanden war, der fotografieren und Sounddateien speichern konnte, der aber auch eine Jukebox mit meiner Musik war – und der mich an den App-Store vermittelte. Ganz ehrlich, ich hätte mir nie eines gekauft, denn mein aktuelles Telefon funktionierte noch, ich brauchte es nur zum SMS-Schreiben und Telefonieren. Und dazu nutzte ich auch zunächst mein neues Smartphone.

Bis ein Freund mir zeigte, wie viele kostenlose Apps es doch gäbe: Damals waren etwa die Biertrink-App und die Gitarren-App total beliebt, bei der sich das Telefon in ein Bierglas oder in einen Gitarrenhals verwandelt. Die einzige App, die mich überzeugte, hieß Stanza. Ein Archiv digitaler Bücher für das Smartphone, womit ich mir eine vor allem englisch- und französischsprachige mobile Ebook-Bibliothek anlegte. Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich jederzeit, wenn ich unterwegs war, Shakespeares Dramen oder die Fabeln von Lafontaine hätte lesen können.  Nur, ich tat es nicht. Die Zeit für solche langen Werke reichte unterwegs einfach nicht. Und der Akku reichte auch nicht. Das einzige kürzere, deutschsprachige Werk bei Stanza war die Novelle “Der Tod in Venedig” von Thomas Mann. Diese passte genau in eine Zugfahrt von Frankfurt nach Berlin. Ich war so absorbiert von der Erzählung, dass ich ganz regelmäßig über das Display wischte, immer wieder eine Seite umblätterte, wie in einem “echten” Buch. Es war Lesen wie immer, nur auf einer kleineren Seite, mit weniger Gewicht und Leselampen-frei. Es war gut, und ich wollte mehr davon.

Leider fiel mir irgendwann mein iphone runter, das Glas-Display zersplitterte. Es war zwar noch zu benutzen, aber ich musste die wackeligen Stücke unter einer durchsichtigen Folie arretieren. Lesen machte damit nun gar keinen Spaß mehr. Nachdem schließlich auch der Menüknopf seinen Geist aufgab, musste ein neues Telefon her.

Und leider gingen meine gesammelte Stanzawerke dadurch verloren, dass sie sich nicht synchronisieren ließen. Aber ich konnte mir ein Telefon ohne digitale Bibliothek nicht mehr vorstellen. Mühsam suchte ich mir über ibooks erneut ein paar Klassiker der Weltliteratur zusammen, aber viel war da nicht drin, was in die Richtung einer Thomas-Mann-Novelle ging. Das meiste waren lange, englischsprachige Texte. Endlich mal wieder den viktorianischen Ästhetik-Klassiker Walter Pater’s The Renaissance. Studies in Art and Poetry lesen. Ein Zitat markieren. Und dann wieder weglegen.

Was blieb mir anderes übrig, als ein paar Eurocents auszugeben. Ich kaufte “I live by the river” von Johnny Häusler und den “Weltmüller” von Frank Fischer. Beides las ich in einem Rutsch durch, denn beide Bücher funktionieren perfekt als elektronische Lektüre. Sie sind in Etappen aufgebaut – 15 Geschichten, bzw. 3 Novellen mit kurzen Unterkapiteln. Sie sind witzig erzählt und behandeln zeitgenössische Phänomene, von der Anschaffung eines Hundes bei Häusler zu ironischer Parodierung des Kulturbetriebs bei Müller. Der Sukulturverlag verlangte 6,99 für 124 Seiten; Johnny Häusler für ein etwa 25 Prozent längeres Werk nur 0,99 Euro. Häuslers geringerer Preis erklärt sich dadurch, dass er sein Buch aus ehemaligen Blog-Texten zusammengebaut hat und dass er es als Testballon in die Selfpublishing-Sphären entsendet. Der Sukulturverlag hat ein wenig mehr in das Design des Printbuches (Cover, Schrift “Superspitzeprimatoll”) investiert, so dass diese Kosten sicherlich auch auf die elektronische Version umgelegt wurden.

Kurz: Wenn es solche Bücher gibt, werde ich in Zukunft mehr Epublesen.

Nachtrag im Juli 2013: Ende Januar 2013 habe ich meinen eigenen Digitalverlag mikrotext gegründet, der sich auf kurze Ebooks spezialisiert hat. short digital reading, erhältlich bei Amazon, iTunes, aber auch im Buchhandel und vielen, vielen anderen Ebook-Shops. Mit Titeln u.a. von Alexander Kluge, dem “syrischen Bukowski” Aboud Saeed, Franzobel, Jan Kuhlbrodt und Thomas Palzer. 

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Superdemokratisches Ebook

Donnerstag, 1. Dezember 2011

LSD in Guadalajara, Mexiko. Hinter dem Banner: Carlos Velazquez, Rery Maldonado und ich. Foto: Swantje Lichtenstein

Pünktlich zur Superdemokraticos-Präsentation im Rahmen des deutschen Gastlandauftrittes auf der mexikanischen Buchmesse in Guadalajara gibt es unsere Best-of-Kollektion als spanischsprachiges Ebook zum Gratis-Download. Wer das Buch auf Deutsch lesen möchte, bekommt es über den Verbrecher Verlag.

Wer lieber wild liest, dem sei das Original-Blog ans Herz und auf die Maustaste gelegt, mehr als 400 zweisprachige Essays von über 50 deutschen und lateinamerikanischen Autorinnen und Autoren, darunter Nora Bossong, Ann Cotten, René Hamann, Monika Rinck, Sabine Scho, Jo Schneider oder Deniz Utlu. (Nachtrag: Bis September 2012 wurde das Buch 162mal heruntergeladen).

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Sind Juristen die neuen Kritiker,

Mittwoch, 10. August 2011

die entscheiden, was hinreichend fiktionalisiert ist? Fragte ich mich anhand der Zunahme von Klagen gegen Verlage bezüglich der Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Aktueller Fall: Weil “eine Person” ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sah, wird der Roman “Das Da-Da-Da-Sein” von Maik Brüggemeyer, Rolling-Stone-Redakteur, das eigentlich jüngst im Aufbau Verlag erscheinen sollte, jetzt nochmal überarbeitet. Natürlich vom Autor selbst, aber sicherlich auch mit juristischer Beratung im Hintergrund. Zum Glück bleibt er optimistisch und zukunftsgerichtet. Ein schlaues Zitat aus unserem Gespräch, das ich nicht in dem Tagesspiegel-Artikel verwendet habe, passt viel besser hierher, aufs Blog

Vielleicht hat man mit Ebooks bald die Chance, mehr mit dem Persönlichkeitsrecht zu spielen. Ohne den Druck ist es einfacher und billiger, etwas zu ändern.

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Frau Eggers kennt die Trends…

Donnerstag, 4. November 2010

… der Buchbranche. Eine kurze Zusammenfassung der Begrüßungsrede von Petra Eggers, Literaturagentur Eggers, promovierte Historikerin und ehemals Lektorin bei Suhrkamp und Fischer, vor den Studierenden der Angewandten Literaturwissenschaft der FU Berlin in der Villa Luftraum in Schöneberg. Hier werden sonst Hochzeiten und Firmenparties gefeiert.

- Zeit der Riesenvorschüsse ist vorbei: statt 50.000 gibt es nun 10.000 Euro
- Zahl der Literaturagenturen in Deutschland ist daher auch gesunken (etwa 20?)
- größtes Thema der Buchbranche derzeit: Digitalisierung von Büchern
- das betrifft eher die Verlage und den Vertrieb und den Buchhandel, als den Autor
- der Autor, vertreten vom Agenten, hat ja jemanden, der Tag für Tag für seine digitalen Rechte eintritt; die Lage verändert sich schrittweise, ein zähes Verhandeln
- Ebookmarkt ist in den USA schon sehr groß, aber dort ist der Vertrieb für Ebooks auch besser organisiert als in Deutschland: Hier weiß niemand so richtig, wo er seine Bücher herbekommt; die Verlage haben zu wenig darüber nachgedacht
- digitaler Markt: Chance für Nachwuchs, denn die älteren Lektoren und Verlagsmitarbeiten haben Mühe, sich in die neuen Techniken einzudenken
- mobile Lesegeräte: schnell fallende Preise, von ehemals 300 zu jetzt 100 Doller. Bald wird man ein Lesegerät sogar umsonst bekommen (wie bei einem Handyvertrag), wenn man sich zu anderen Zahlungen verpflichtet, z.B. pro Monat ein Buch aus einem Buchclub zu kaufen oder 10 Downloads zu machen
- Ebooks werden das Taschenbuch ablösen, Hardcover wird nicht verschwinden
- im Moment verkaufen sich Ebooks in Deutschland auch deshalb noch nicht so gut, weil für sie die Buchpreisbindung gilt
- Ebook-Leser kaufen grundsätzlich etwas zu viel (das ist gut für die Verlage)
- das Leseverhalten ändert sich: Der Ebook-Leser hat seine gesamte Bibliothek dabei, muss sich nicht auf ein Buch einlassen, kann mehrere Bücher gleichzeitig auf dem Display geöffnet halten und zwischen den einzelnen Werken hin- und herwandern.
- Autoren haben Lust, neue Formate zu entwickeln, die nur auf Ebooks funktionieren: Fortsetzungsromane etwa.
- In ein paar Jahren werden sich ein paar neue große Ebook-Verlage gegründet haben.

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Der naive Vogel

Sonntag, 15. August 2010
carlos contente photobucket by agemda

Das Ich als Spinne mit Pacman-Karnivoren. Ausschnitt aus einem Carlos Contente-Gemälde. Photobucket by agemda.

Er druckt sein grimmiges Gesicht auf Wände, Mauern, Zettel, Schallplatten, zeichnet sich mit vielen Köpfen und Beinen, verbunden mit der Welt durch Bleistiftleitungen. Und er heißt paradoxerweise Carlos Contente, Carlos Zufrieden. Der junge brasilianische Künstler (Jahrgang 1977, Rio de Janeiro) wird derzeit in der ifa-Galerie Berlin ausgestellt. Die großformatigen Papierblätter, auf denen sich der Künstler multipel-irre porträtiert, erzählen keine Geschichten, sind aber doch irgendwie autobiographisch. Wenn wir aus unserer Seele zitieren könnten, wären das vielleicht solche Wesen. Sie halten einzelne Momente der Selbstwahrnehmung fest, in all ihrer Komplexität, Absurdität und Verlorenheit. So zwitschern kleine naive Vögelchen der stets frontal den Zuschauer anstarrenden Figur ein, manchmal von nah, manchmal von fern. Auf den Vinyls der Serie “La Fiesta” gesteht der Künstler sich ein, dass er perfekt schlecht zeichnen kann. Alles eine große Illusion. Aber das Benennen dieser Täuschungen erzeugt bereits eine neue Realität. Jeder könnte dieses Ich sein. Denn wer ist heute nicht ständig damit beschäftigt, sich abzugrenzen, von der Familie, dem Kindlichen, den Ansprüchen, den Überforderungen, dem Selbstzweifel? In der Zweidimensionalität liegt eine Chance: Konturen zu erkennen. Die Technik dieser philosophischen Erkenntnis-Comic ist eine des Nacheinander-Denkens.

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Beziehungsweise Geräte

Sonntag, 15. August 2010

Im Juli schreiben die 20 Autorinnen und Autoren auf Los Superdemokraticos über Intimität, Geschlecht und Körper. Und sehr oft geht es um unsere Beziehung zu Geräten:

Da liegt etwas neben mir und blinkt, als ob es atmet. Manchmal nehme ich es auf den Schoß, dann wird mir ganz warm. Ich spreche hier nicht von einem Fahrradlichtdildo oder einer Katze mit blitzenden Augen, nein, ich spreche von einem Gerät. Habe ich ein Verhältnis mit meinem Computer? Was für eines ist das? Hat er sich in eine herzförmige Box verwandelt, die meine Gefühle kontrolliert? (weiterlesen …)

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Sortenvielfalt speichern

Mittwoch, 14. Juli 2010

Der indische Blogger Anatha Sayanan hat mir am Telefon erzählt, wie er versucht, alte Saatgüter und landwirtschaftliche Traditionen zu bewahren, die immer mehr von der industriellen Lebensmittelerzeugung und genmanipulierten Samen verdrängt werden. Das Protokoll des Gesprächs ist in der Zeitschrift Kulturaustausch erschienen, in einer Ausgabe, die sich damit beschäftigt, wie die digitalen Kulturen uns und unseren Alltag verändern:

Anantha Sayanan, geboren 1967 in Chennai, studierte Ingenieurswesen mit Schwerpunkt auf Elektronik und Kommunikation sowie Angewandte Computerwissenschaft an der Madras Universität. Danach arbeitete er in der Telekommunikationsbranche, bis er vor etwa 10 Jahren in die Schweiz zog. Vor vier Jahren kehrte er nach Chennai zurück. Mit Freunden und Aktivisten betreiben Sayanan und seine Frau einen Non-Profit-Laden für ökologisch angebaute Produkte. Sie reisen durchs Land, um sich über die Lage der indischen Landwirtschaft zu informieren. Von den Menschen, denen sie begegnen, und ihren grünen Projekten handelt Sayanas Blog ananthoosupdates.

Fünf Jahre lang habe ich in der Schweiz gelebt und in der IT-Industrie gearbeitet. Als ich vor vier Jahren zurück nach Indien ging, entschieden meine Frau und ich, etwas Sinnvolles zu tun: Ich interessierte mich für Landwirtschaft, Wasserversorgung und Bildung im ländlichen Indien, also dachte ich, ich schaue mir das vor Ort am besten selbst an. Ich gab meinen Job auf, und wir fingen an zu reisen. Seitdem leben wir von meinem Ersparten.
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Tengo un proyecto por 15 dias

Mittwoch, 14. Juli 2010

Hyperlinks sind out, schreibt Johannes Thumfart auf Zeit Online. Ich würde dagegen setzen: Nein, sie sind in, aber nur, wenn sie einen neuen Gedanken mit sich bringen. Vielleicht ist es nicht mehr allzu angesagt, Romane zu schreiben, die sich nur durch mühsame Klick-Spaziergänge lesen lassen. Wir wollen schnelle Seiten, inhaltlich anregende, individuelle Seiten mit wenig Schnickschnack. Denn: Vor allem kommerzielle Klickgalerien sind out. Jeder, der online mit Texten arbeitet, versucht, sie möglichst zu vermeiden.

Seit einiger Zeit experimentiere ich damit, einzelne Worte und Begriffe von im Blog veröffentlichten Gedichten mit Links zu versehen. Aktuell auf einem Blog “Ich habe ein Projekt für 15 Tage” mit der argentinischen Dichterin Paz Levinson: Jeder Text, abwechselnd von einer von uns geschrieben, enthält einen Link, über den dann die nächste schreibt. Diese Verkettung von Webseiten illustriert telepathische Assoziationen, Bilder vermitteln Wege durchs Netz, eine Recherche, einen Pfad nach draußen.

Diese Webtipps, wie ich sie auch nennen könnte, sind wie kleine Geschenke, die der Leser aufmachen kann oder nicht. Hier ist der Klick nur ein Angebot, kein psychologischer Zwang. Eine weitere Dichterin aus Buenos Aires, Cecilia Pavón, sieht das ähnlich: “Poemas con links un nuevo genero” (Gedichte mit Links, ein neues Genre). Und daher verlinken wir weiter, ich im deutschen Sommer, Paz im argentinischen Winter. Welche Jahreszeit herrscht in unserem 15-Tage-Projekt? Sommerwinter oder Wintersommer? Oder die Wintersonne?

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1 page of data

Donnerstag, 8. Juli 2010

I was asked to attend the Berlin launch of the State of the Future Report 2010 on 7 July 2010: It contains 7.000 pages of global data. Here comes a summary of 1 page. Useful?

It is hard to predict the future. Prehistoric men probably tried to read in the wind and in the water what the next days were bringing, the Greeks went to see the oracle of Delphi, we collect data. Globally. For years and years and years. There are the World Bank Report, the Millennium Goals Reports of the UN or the outlooks on financial stability of the International Monetary Fund. We have global reports on climate change, on migration, on cultural diversity. On the one hand, it is absolutely great, that we possess all this data, that scientists work hand in hand with politicians, with activists, with civil society. On the other hand, who will read all this stuff – besides the experts? And what impact will it have, if at all, because it really is loads and loads of data? How can it be used practically?

Yesterday, I attended the German launch of yet another report, The State of the Future Report 2010. It is published every year by the think tank Millennium Project, a cooperation between 3.000 experts, futurists, governmental officials, NGOs and enterprises in 35 so called nodes (centres) all around the world. For 14 years now, they assemble data and analyse it, trying to grasp the future development of 15 topics, for example infant mortality, population growth, women in parliament or corruption. This years’ report is so big, that its 7.000 pages are only available on CD-Rom. And I now stand there, stunned, how to summarize this amount of information. (weiterlesen …)

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Jean Luc-Wordle

Sonntag, 10. Januar 2010

Ein Wordle sagt mehr als 1000 Worte.

Daher habe ich die meist getwitterten Wörter zum Hashtag #jl1 (Jean Luc Think Tank, 8.-10.1.2010 im Hebbel am Ufer, Berlin) als Wort-Konglomerat visualisiert, besser: visualisieren lassen. Denn die programmmierten Maschinen sind so nett, dass sie das machen, was wir von ihnen wollen. Interessant ist, dass neben den erwartbar häufig verwendeten Wörtern wie JL1 und day in der kleineren Sparte viele Twitternamen, aber kaum Rufnamen auftauchen: Überlagert die Twitteridentität die Real-Life-Identität oder ist sie bereits Teil unseres Ichs? Nehmen wir sie bald in unsere Pässe auf?

Der Wördl-Tipp kam übrigens von Wolfgang Wopperer, der zusammen mit Anna Lena Schiller eine geniale Grafik zur Schirrmacher-Debatte erdacht hat, die hoffentlich bald auch auf Anna Lenas Blog zu sehen ist.

Wordle: #jl1

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Wer war das?

Samstag, 2. Januar 2010
wer war das

Nächtliche Geheimbotschaft zum Jahreswechsel. Schneeschreiben wird unterschätzt!

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Auftauchen

Samstag, 21. November 2009
lift zur oberfläche

Ziel: Oberfläche. Schild an der U-Bahn-Station Theresienwiese in München.

Wer in der Münchner U-Bahn sein Handy benutzen will, stößt an Grenzen. Seit September 2009 gibt es zwar an wichtigen Knotenpunkten der Münchner U-Bahn Handyempfang, darunter am Marien-, Odeons- und Karlsplatz (Stachus), an Hauptbahnhof, Sendlinger Tor sowie am Oktoberfest-Bahnhof Theresienwiese, seit ein paar Tagen auf der U2 bis Messe-Ost. Aber an den meisten Orten im Untergrund herrscht Funkstille, so ähnlich wie in deutschen Theatern, vielen Kinos und Konzertsälen. In den Zügen ist es erstaunlich ruhig, viele lesen oder hören Musik. Kein Netz = mehr Kulturbewusstsein? Wäre doch mal ein kulturoptimistischer Reformvorschlag!

Wer in der bayerischen Landeshauptstadt Nummern wählen und das Freizeichen hören will, muss auftauchen an die “Oberfläche”, also aus dem Dunkel ins Helle. Auf diesem Wege erfährt die Oberfläche eine Aufwertung: Wer oben ankommt, ist nicht mehr nur oberflächlich, sondern kann sich wieder kommunikativ in das globale Dorf einbringen und mit der Tante in Kalifornien oder dem Alm-Ödi telefonieren. Auch die Unterwelt erfährt eine Aufwertung: Kein stinkender Hades, keine Schwefeldämpfe und Schreie verdammter Seelen, die das Miteinander eher verhindern, sondern ein Elektrosmog-freier Raum für echten Kontakt zwischen ich und du. Und manchmal läuft auf den Bahnhöfen leise Klassik.

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Langsam schreiben

Donnerstag, 5. November 2009
Halbes Gedicht

Ein halbes Gedicht.

Ich brauchte gestern etwa drei Stunden, um drei Sätze druckfertig zu machen. Diesen Text dagegen habe ich in drei Minuten geschrieben, bebildert und hochgeladen. Dann korrigiert. Wohin führt das schnelle Schreiben auf der Tastatur? Zum schnelleren Denken? Oder wäre es besser, jedes Wort einzeln zu betrachten, wie beim Setzen, dann die Zeile, den Kontext, den Zusammenhang nachzuvollziehen, statt tippend über die Texte zu fegen? Und ginge das überhaupt, am Computer, der uns ja jeden Satz als fertig gesetzt präsentiert?

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Maschinen verstehen

Sonntag, 18. Oktober 2009
Hav U 4gth me

SMS als Gipsplatte - oder Grabstein? Bodenskulptur der koreanischen Künstlerin Youngjoo Cho

Frauen und Technik! Ein Großteil der 15 internationalen Künstlerinnen, deren Werke noch bis 29. November in Berlin im Kunstraum Bethanien in der Ausstellung Spendid Isolation zu sehen sind, setzen sich damit auseinander, wie Maschinen sich in unser Leben einmischen. Jana Debrodts Holzbox verwandelt Lärm in Energie, der Verkehr an der AVUS brachte sogar eine Lampe zum Leuchten. Larissa Fassler (Kanada) misst anhand ihrer Körpermaße öffentlichen Raum aus und verweigert sich somit den Messgeräten (3 Schritte entsprechen 1 cm in ihren Pappmodellen, etwa vom Kotti), Marte Kiessling stickt mit Leuchtdioden Nachrichten an die Wand: “I don’t want to be an artist, I want to be happy.” Youngjoo Cho faxte staatliche Unterschriften ihres koreanischen Passes in 600-facher Vergrößerung Seite für Seite in den Ausstellungsraum und hängte die Einzelteile an der Wand zusammen, und Yuka Oyama (Japan) bat arbeitende Menschen, ihre kleine Helden, Hilfen oder Versuchungen des Alltags zu zeichnen und in Figuren zu verwandeln: Post-its mit Beinen, Schokolade mit Ärmchen. Frauen stellen eben immer Beziehungen her, sie sind wahre Maschinen-Versteher.

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Das Superbuch?

Freitag, 16. Oktober 2009
Pokemon Super Rat

Super-Ratten aus Tokyo, die gegen Rattengift immun sind. Die japanische Künstlergruppe CHIM  POM, hat für ihre Videoinstallation "Super Rat" einige Tiere ausgestopft und als Pokémons eingefärbt. Foto: Tokyo-Shibuya, HAU

Lesen wir ab kommenden Montag nur noch E-Bücher? Sind Ebücher, E-Books, eBooks die neuen Superbücher, vor denen traditionelle Leseratten Angst haben müssen? Wie steht es um die Zukunft des Buches?

Ich habe bisher vor allem über E-Bücher gelesen, online und offline, noch keines in der Hand gehabt, und halte den Wirbel vor allem für eine weltweite Marketingaktion, die zeigt, wie sehr wir in Zukunft unser kulturelles Verhalten von Geräten abhängig machen (werden). Nur wer ein digitales Abspielpapier kauft, kann digital lesen. Wir können nur mobil Kultur konsumieren, wenn wir die mobilen Konsumgeräte konsumieren. Ihr wisst, wovon ich spreche: Musik im Ohr, Facebook in der Tasche. Aber wie viele Geräte wollen wir eigentlich haben? Würde nicht eines reichen? (weiterlesen …)

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Wenn Technik mitmacht

Sonntag, 11. Oktober 2009

Dafür, dass mir diese Woche einige Technikausfälle beschert hat (Computer mit Tee geflutet, Fahrradschlüssel verloren, iphone-Absturz), hat sie mir doch auch einige Technikeinsichten ermöglicht:

- Der junge Mann, der meine Daten rettete, sagte, dass 80 Prozent aller Notebook-Tode durch Flüssigkeiten herbeigeführt werden. Tipp: Wenn ein Gerät nass geworden ist, sofort ausstellen und so hinlegen, dass das Wasser fließen kann. Vielleicht trocknet alles schnell, nichts oxidiert, Computer bleibt heil.

- Ich weiß jetzt, was die Zentrifugalschleuder des Goldschmieds mit der Uraufführungsspirale zu tun hat (Quelle: Moritz Rinkes Rede, nachzulesen auf nachtkritik)

- Konferenz-Twitter macht Spaß, aber das wissen noch zu wenige. Daher sei hier mal auf zwei Hashtags des Wochenendes hingewiesen: unter #rostov09 finden sich Tweets über die n-ost-Medienkonferenz in Rostow am Don, unter #schleudergang09 lesen sich Eindrücke einer Handvoll Schreiber während des Symposiums Schleudergang Neue Dramatik, wo über die sinnvolle Förderung neuer deutschsprachiger Theatertexte nachgedacht wurde. Anderes Fazit: Theaterleute interessieren sich nicht für Twitter, Twitterer interessieren sich nicht für Theater. Noch nicht, würde ich da mal optimistisch behaupten.

- Die Zentrale Intelligenz Agentur schreibt jetzt als Agentur ein Stück fürs Theater Mannheim, das nach Erfolgsregeln, mit Schwarmintelligenz und Markenstrategien entwickelt wird. Der Projektleiter Sebastian Sooth sammelt die Pitch-Ideen.

- Die nördlichen Gärten sind live schön laut! Das Weserrakete-Festival gefällt mir als Bremerin daher nicht nur aufgrund seines Namens.

- Im Ein-Euro-Sandwich-Imbiss “Al Andalus” auf der Sonnenallee hängt die kopierte anonyme arabische Weisheit, aus der ich nur einen Teil zitiere: “Wenn ein Tag gegen dich ist, sei geduldig. Wenn ein Tag für dich ist, sei nicht hochnäsig.” Mit Geduld geht jetzt mein iphone wieder, und mit Geduld stellte ich fest, dass mein verloren geglaubter Fahrradschlüssel noch im Schloss steckte – und niemand auf die Idee gekommen war, mein Rad mitzunehmen. Neukölln ist einfach ein grundehrliches Pflaster.

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